Gemüse fermentieren: Rezept für Anfänger
Fermentieren ist eine altbekannte Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen. Seit einiger Zeit erlebt das Fermentieren eine Renaissance. Selbst fermentieren, um ein schmackhaftes und bekömmliches Lebensmittel zu bekommen, ist Trend. Du kennst bestimmt das leckere Kimchi aus Korea oder auch Kombucha – das ist fermentierter Tee -, Kefir und Alkohol, denn das sind alles Fermentation-Produkte. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte rund um den Prozess des Fermentieren, eine Anleitung zum Selbermachen und ein schmackhaftes Rezept für Anfänger.
Was ist Fermentation?
Die traditionelle Fermentation stammt aus der Zeit, als es noch keine Kühlschränke und Tiefkühltruhen gab. Das im Sommer geerntete Gemüse musste daher für den Winter haltbar gemacht werden und das ohne Strom. Für das Konservieren mittels Fermentation muss das Gemüse nicht erhitzt werden und es wird trotzdem lange haltbar. Fermentiertes Gemüse war früher für die Versorgung mit Nahrung und Vitaminen unentbehrlich und die einzige gängige Möglichkeit der Konservierung. Das Pökeln ist die Konservierung von Fleisch und Fisch-Produkte, wobei es sich hierbei nicht um Fermente handelt.
Das bekannteste fermentierte Gemüse ist in Deutschland das Sauerkraut. Das koreanische Kimchi ist das asiatische Pendant zum Sauerkraut.
Bei der Fermentierung werden pflanzliche Nahrungsmittel durch Mikroorganismen wie gute Bakterien, Pilze oder Enzyme haltbar gemacht. Teilweise sind diese schon auf der Oberfläche des Gemüses vorhanden oder sie werden in Form einer Starterkultur hinzugegeben. Das Gemüse gärt unter Ausschluss von Sauerstoff. Dabei entstehen keine Fäulnisgase. Bei der Fermentierung entstehen verschiedene Stoffe: Gase, Alkohol und Säuren. Die Säuren sind dafür verantwortlich, dass die Fermente anschließend für lange Zeit haltbar ist.
Bei der Fermentierung und Gärung werden teilweise zusätzliche Vitamine gebildet, z. B. Vitamin C oder auch B-Vitamine. Daher enthalten fermentierte Lebensmittel meist mehr Vitamine als das Ausgangsprodukt.
Mit diesen Fermenten tust du auch deinem Darm etwas Gutes, da sie besser verdaulich sind, durch die Milchsäuregärung weniger Zucker enthalten und so die Bildung einer ausgewogenen Darmflora fördern. Dadurch wird nicht nur die Verdauung verbessert, sondern auch das Immunsystem gestärkt und die Gesundheit insgesamt gefördert.
Selber Gemüse fermentieren: Rezept und Anleitung für Anfänger
Einfach zum Selbermachen: Fermentiertes Gemüse kann gekauft oder sogar selbst gemacht werden. Das verschafft einem nicht nur das DIY- Erfolgserlebnis, sondern auch unglaublich viele verschiedene Geschmacksmöglichkeiten. Denn Gemüse, Gewürze und Dauer der Fermentation können beliebig verändert werden und durch die Option das Gemüse mit unterschiedlichen Gemüsesorten zu fermentieren, sind der Geschmacksvielfalt keine Grenzen gesetzt und es lassen sich leicht neue Rezepte kreieren. Gemüse zu fermentieren ist zwar etwas zeitintensiv, allerdings absolut kein Hexenwerk. Wir verraten dir, wie du dir tolle Gemüsespeisen zubereiten kannst.
Anleitung zum Gemüse fermentieren
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30 minutes
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Fermentieren ist einfach, du brauchst dazu lediglich Gemüse, Salz und ein Gefäß. Du brauchst keine Starter-Kultur, da sich die Milchsäurebakterien bereits auf der Oberfläche des Gemüses befinden. Bio-Produkte sind besser geeignet als Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft.

Zutaten
1 kg Gemüse deiner Wahl - alles roh
- 12 g Salz
Zubereitung
Gemüse gut waschen und in Stücke schneiden oder raspeln.
Mit dem Salz vermengen und das Salz so lange einkneten, bis der Gemüsesaft austritt. Anschließend das Gemüse im Glas mit einer Salzlake bedecken, denn das Gemüse darf keinen Kontakt zum Luftsauerstoff haben.
Das Gemüse in einen Topf oder ein Glas füllen. Du solltest darauf achten, dass es komplett mit Gemüsesaft oder Salzlake bedeckt ist. Solange das Gemüse nicht bedeckt ist, kannst du mit Wasser auffüllen.
Das Gemüse mit einem Teller bedecken und ein Gewicht auf den Teller stellen.
5-7 Tage bei Raumtemperatur (ca. 20 Grad Celsius) stehen lassen, dann sollte es ausreichend fermentiert sein.