Wasserkefir selber machen: Unsere Tipps & Tricks
- Probiere während der Fermentation immer wieder wie sich dein Wasserkefir entwickelt. Es ist ja immer alles Geschmackssache: der eine mag es quietsch-sauer und der nächste lieber lieblich-süß. Daher empfehlen wir dir ständig zu probieren, wann dein Getränk genau deinen Geschmack hat. Du kannst natürlich auch andere Früchte in dein Wasserkefir Rezept aufnehmen.
- Lass dich in Punkto Hygiene nicht verrückt machen. Ja Hygiene ist wichtig und Sauberkeit auch, nur muss es nicht klinisch rein sein. Dein Wasserkefir sorgt mit der Zeit ohnehin für seinen eigenen Schutz, da er Säuren und etwas Alkohol bildet, der es für jegliche bakterielle Konkurrenz etwas ungemütlich werden lässt.
- Wasserkefir und Metall. Wenn es geht solltest du Metall grundsätzlich meiden, da gerade weiche Metallsorten von den entstehenden Säuren aufgelöst werden. Das schlimmste was du machen kannst, ist ein altes Bleigefäß zu benutzen. Edelstahl ist zwar hart genug um sich nicht aufzulösen, aber wir sind alle keine Metallexperten, daher empfehlen wir dir das Metall einfach nicht an deinem Wasserkefirkommen zu lassen.
- Womit du dein Gärgefäß abdeckst ist egal solange es luftdurchlässig ist. Du kannst Geschirrtücher, Haushaltstücher oder ein altes (sauberes) T-Shirt nehmen. Es sollte dicht genug sein, um Fruchtfliegen oder andere kleine Insekten abzuhalten.
Die Zweitfermentation
Hast du deinen Wasserkefir in Flaschen abgefüllt und möchtest ihn ein wenig spritziger haben? Dann empfehlen wir dir ihn nicht gleich in den Kühlschrank zu stellen, sondern erst mal an einem warmen Ort (Zimmertemperatur reicht) fest verschlossen 2 Tage stehen lassen. Solange der Zucker noch nicht aufgebraucht ist, geht die Fermentation weiter und es entsteht Kohlensäure, die sich bei Druck in der Flüssigkeit auflöst. Die Flaschen müssen aber in jedem Fall sehr stabil sein, damit sie den Druck aushalten können. Dieser Prozess wird auch Flaschengärung genannt, der z.B. auch bei Sekt so durchgeführt wird. Nach 2 Tagen kannst du deinen Wasserkefir mit Kohlensäure genießen und ganz normal im Kühlschrank aufbewahren. Aufgrund der niedrigen Temperaturen kommt der Gärungsprozess zum Stillstand.
Die Herstellung ist für die meisten von uns beim ersten Mal etwas ungewöhnlich, bringt uns aber wieder etwas näher an die Lebensmittel heran. Fermentieren ist ein sehr üblicher Prozess in der Lebensmittelindustrie.
Wirkung von Wasserkefir als gesundes Getränk
Das Geheimnis des Wasserkefirs beruht auf seinen zahlreichen biologisch aktiven Bakterien sowie seinen verschiedenen Säuren und Hefen. Diese sind bei nicht-pasteurisiertem Wasserkefir auch der Schlüssel zu seiner positiven Wirkung. Dabei entstehen sie durch komplizierte Gär- und Fermentierungsprozesse. Ähnliche Vorgänge gibt es auch bei anderen wichtigen Lebensmitteln, wie Bier, Wein, Brot, Käse, Joghurt, Essig oder Sauerkraut, welche durch die Ansäuerung von Bakterienkulturen oder die Gärung von Hefepilzen zu dem werden, was sie sind. Der Wasserkefir ist demnach keineswegs so exotisch, wie es zunächst den Anschein hat. Dafür ist er jedoch sehr viel gesünder, als er auf den ersten Blick scheint:
Verdauungsfördernde Wirkung des Wasserkefirs
Wasserkefir enthält viele Komponenten, welche die Darmflora verbessern können. Die lebendigen Mikroorganismen können sich im Darm ansiedeln und das Wachstum unerwünschter Bakterien verringern. Die probiotischen Mikroorganismen haben somit direkten Einfluss auf unsere Verdauung. Eine wissenschaftliche Studie zu der Wirkung sucht man leider vergebens. Wir treffen jedoch immer wieder Menschen die darauf schwören.
- Wer sich mit den Inhaltsstoffen des Wasserkefirs auseinandersetzt, wird schnell erkennen, dass die Mikroorganismen Vitamine und Mineralstoffe produzieren die unseren Stoffewechsel unterstützen.
- Energiespender: Eine gut funktionierende Verdauung bei gesunder Ernährung, gibt Kraft für unsere Muskeln und einen ausgeglichenen Hormonhaushalt. Hier werden dann auch Serotonin und Dopamin gebildet, die uns glücklich machen und Kraft für Neues geben
- Erfrischendes Geschmackserlebnis: Die Basis des gezuckerten Wassers klingt nicht besonders aufregend, doch der Wasserkefir gibt die Möglichkeit genau den Geschmack zu treffen den du magst. Niemand kann behaupten, dass er Wasserkefir nicht mag, sondern nur das falsche Rezept getrunken zu haben. Durch die bei der Fermentation entstehende Kohlensäure, stellt Wasserkefir außerdem eine echte Alternative zu Limonade dar – er ist viel gesünder und besitzt deutlich weniger Zucker.
Wasserkefir Nebenwirkungen
Die Wasserkefir Herstellung bedeutet, dass man den Kristallen, also eine Ansammlung von Mikroben in einer Nährflüssigkeit wachsen lässt. Diese Mikroben werden in der Regel als gesund eingestuft. Wenn man die Hygiene bei der Herstellung schleifen lässt, besteht die Gefahr, dass schädliche Bakterien sich hier ebenfalls prächtig vermehren. Dies kann zu Unverträglichkeiten, Übelkeit und Infektionen führen. Die gute Nachricht ist, wenn deine Kefir Kristalle stark genug sind werden sie die anderen Bakterien verdrängen. Auch die produzierten Säuren und Alkohol schaffen fur die meisten Bakterien einen ungünstigen Nährboden.
Dennoch empfehlen daher die Zubereitung nur mit sauberen Händen und gereinigtem Zubehör durchzuführen.
Da auch in Wasserkefir etwas Alkohol enthalten ist, empfehlen wir in während der Schwangerschaft und Stillzeit auf den Konsum zu verzichten.
Die lebenden Mikroorganismen, können in deine Verdauung auch überfordern. Blähungen oder Durchfall können das Resultat sein. Daher empfehlen wir nicht mehr als 0,5 Liter am Tag zu trinken.
FAQ – was uns Leser immer wieder fragen
Welcher Zucker ist der Richtige?
Du kannst bei der Zuckerwahl nicht viel falsch machen. Folgende Sorten sind ohne Einschränkungen gut für deinen Wasserkefir:
- Haushaltszucker
- Rohrzucker
- brauner Zucker
- Kandis
- Sirup
- Honig
- und viele mehr.
Nicht zu verwenden ist Agavendicksaft, Stevia und alle anderen Süßstoffe. Sie sind zwar süß, bieten den Kefirkristallen jedoch nicht ausreichend Nahrung.
Wieso ist im Wasserkefir Rezept so viel Zucker?
Die 80 Gramm Zucker in deinem Ansatz erschrecken dich vielleicht. Es gilt zu beachten, dass 50% des Zuckers, in den ersten 48 Stunden, von den Kefirkristallen aufgefuttert wird . So bekommst du ein leicht süßliches Getränk und deine Kefirkristalle vermehren sich.
Wann ist der Wasserkefir fertig?
Du solltest deinen Wasserkefir mindestens 24 Stunden fermentieren lassen. Danach entscheidest Du. Wenn du ihn etwas süßer magst, dann sind es 24 Stunden ansonsten lässt du ihn noch bis zu 72 Stunden gären. Wie schnell dein Kefir fermentiert, ist auch ein wenig von der Raumtemperatur abhängig. Je wärmer der Wasserkefir steht, desto schneller fermentiert er.
Vermehrt sich der Wasserkefir?
Aber Hallo! Wasserkefir wächst schnell. Wenn du die Kristalle ordentlich fütterst und an einem warmen Ort ohne Sonneneinstrahlung wachsen lässt, dann kann er sich innerhalb von 1 Woche fast verdoppeln.
Wie erkenne ich dass die Kristalle richtig arbeiten?
Sobald der Fermentationsprozess gestartet ist, wirst du erkennen, dass sich kleine Bläschen an deinen Trockenfrüchten Kristalle und Oberfläche bilden. Dass ist ein gutes Zeichen, dass alles prima bei einem Wasserkefir Rezept funktioniert.